Praxisabel

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Inhaltsverzeichnis


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Leseprobe:

Der Nervus ophthalmicus gelangt durch die Fissura orbitalis superior in die Orbita. Dort teilt er sich in drei weitere Äste auf, nĂ€mlich den Nervus lacrimalis, der die Konjunktiva und die TrĂ€nendrĂŒse versorgt, den Nervus nasociliaris, der die Schleimhaut der vorderen Nasenhöhle und die Haut ĂŒber der Nase innerviert und den Nervus frontalis, der die Haut des Oberlides und der Stirn versorgt.

Der Nervus maxillaris  zieht durch das Foramen rotundum in die Fossa pterygopalatina. Dort teilt er sich auf in den Nervus zygomaticus, der die Haut von der vorderen SchlĂ€fe bis zum lateralen Augenwinkel versorgt, den Nervus nasalis posterior, der die Schleimhaut der hinteren Nasenhöhle innerviert, den Nervus palatinus major, der den Gaumen und Teile des Zahnfleisches innerviert und den Nervus infraorbitalis - dem grĂ¶ĂŸten Anteil des Nervus maxillaris - der aus der Fissura orbitalis inferior austritt und von dort sowohl den unteren Teil der Orbita, als auch die ZĂ€hne und das Zahnfleisch des Oberkiefers und das entsprechende Gesichtshautareal sensibel versorgt.

Der Nervus mandibularis tritt durch das Foramen ovale in die Fossa infratemporalis. Dort zweigt sein erster motorischer Ast fĂŒr die Kaumuskulatur und der sensible Nervus buccalis ab. Der Nervus buccalis versorgt das Zahnfleisch im Bereich der BackenzĂ€hne. In seinem weiteren Verlauf gibt der Nervus mandibularis weitere Äste ab, wie den Nervus auriculotemporalis, der den Ă€ußeren Gehörgang und Teile der Ohrmuschel innerviert, den Nervus lingualis, der die Zunge von der Zungenspitze bis zur Linea terminalis versorgt, den Nervus alveolaris inferior, der Teile des Unterkieferzahnfleisches innerviert und den Nervus mentalis, der die Haut der Unterlippe und des Kinns innerviert.

 Die Trigeminusneuralgie ist eine ausgesprochen schmerzhafte Erkrankung, die den Patienten auch in seinem Allgemeinzustand nachhaltig beeintrĂ€chtigen kann. Eine HWS Beteiligung muß zunĂ€chst differentialdiagnostisch ausgeschlossen werden.

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Leseprobe:

WĂ€hrend der Injektion bleiben die palpierenden Finger so liegen, um die Arteria carotis von der Injektion fernzuhalten. 

FĂŒr die Injektion eignet sich sehr gut eine KanĂŒle 0,5 x 40 mm. Die Injektion ist in einem exakt rechten Winkel in Richtung auf das Köpfchen des ersten Rippengelenks durchzufĂŒhren, um eine versehentliche Punktion der in das Foramen intervertebrale ragenden Duramanschette zu vermeiden.

Nach sorgfĂ€ltiger Aspiration (Cave Arteria carotis, Arteria vertebralis) werden 3 – 5 ml LokalanĂ€sthetikum langsam injiziert.

Bei erfolgreicher Blockade des Ganglion cervicothoracicum   kommt es nach der Latenzzeit zu einem Horner-Syndrom , also der Trias aus Miosis, Ptosis und scheinbarem Enophthalmus, sowie zu vermehrtem TrĂ€nenfluß.

Bei der Blockade des Ganglion cervicothoracicum  kann es auch zu einer ungewollten Blockade des Nervus phrenicus  kommen. Dies ist nicht von Bedeutung und wird von dem Patienten in der Regel nicht wahrgenommen. Die Blockade des Ganglion cervicothoracicum ist daher in einer Sitzung nie bilateral durchzufĂŒhren.

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Leseprobe:

Das sensible Ganglion des Nervus trigeminus, das Ganglion trigeminale (Syn. Ggl. Gasseri), liegt relativ weit intrakranial in der Fossa cranii media in einer AusstĂŒlpung der Subarachnoidea.

Vor dem Ganglion trigeminale befindet sich das Foramen ovale, durch das der Nervus mandibularis austritt. Das Foramen ovale ist etwa 5 mm lang und hat einen Durchmesser von etwa 8 mm. Durch diese Öffnung erreicht man das Ganglion trigeminale.

Bei der Injektion soll der Patient sich in einer bequemen Sitzposition oder RĂŒckenlage befinden. Die Injektion erfolgt mit einer NeuralkanĂŒle 0,6 x 60 mm.

Die Einstichstelle befindet sich in Höhe des zweiten Oberkieferbackenzahns. Der Einstichwinkel zeigt zunĂ€chst genau auf das gleichseitige Auge. In etwa 4 cm Tiefe kommt es zum Knochenkontakt mit dem großen KeilbeinflĂŒgel vor dem Foramen ovale.

Nach diesem Kontakt wird die KanĂŒle ca. 1,5 cm zurĂŒckgezogen und dann mehr dorsal in Richtung auf das Tuberculum articulare des Jochbeins vorgeschoben.